10 December 2025, 15:11

Braunschweigs Grünen scheitern mit Sicherheitszone für Silvester in der Innenstadt

Ein grasbewachsener Bereich mit einem violetten Notfallschild, auf dem "NOTFALL" in fetter Schrift steht, umgeben von Bäumen, Sträuchern, Gebäuden und einer Straße im Hintergrund.

Braunschweigs Grünen scheitern mit Sicherheitszone für Silvester in der Innenstadt

Grüne fordern Sicherheitszone für Braunschweiger Innenstadt zu Silvester

Teaser: Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollte den Umgang mit privatem Feuerwerk regeln und Risiken durch eine Sicherheitszone um die innere Oker-Aue verringern.

4. Dezember 2025, 09:15 Uhr

Ein Vorstoß der Grünen für eine Sicherheitszone in der Braunschweiger Innenstadt an Silvester ist vom Verwaltungsausschuss der Stadt blockiert worden. Die Partei hatte gefordert, privates Feuerwerk im Bereich der Inneren Oker-Aue einzuschränken, um Vorfälle zu reduzieren und die Belastung für Rettungskräfte zu verringern. Kritiker monierten, die Entscheidung hätte stattdessen offen im Stadtrat debattiert werden müssen.

Der Antrag der Grünen erfolgte vor dem Hintergrund der Silvesterfeiern des Vorjahres, bei denen allein in Braunschweig über 120 Einsätze verzeichnet wurden. Landesweit zählte die Polizei an diesem Abend mehr als 1.500 Operationen. Der Vorschlag umfasste strengere Regelungen und eine bessere öffentliche Kommunikation innerhalb der Zone, um die Sicherheit zu erhöhen.

Zuvor hatte bereits die AfD eine ähnliche Beschränkungszone für die Innenstadt vorgeschlagen – ebenfalls ohne Erfolg. Die Grünen verwiesen auf die besonderen Risiken im historischen Stadtkern Braunschweigs, wo durch Feuerwerk eine erhöhte Brandgefahr und Umweltbelastung bestehe. Als Beleg für den gesellschaftlichen Rückhalt nannten sie bundesweite Petitionen mit fast zwei Millionen Unterschriften, die sich für Änderungen aussprechen.

Trotz der Initiative lehnte der Verwaltungsausschuss den Plan der Grünen ab, sodass er nicht einmal im Stadtrat zur Diskussion stand. Leonore Köhler, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betonte die Notwendigkeit einer sachlichen Debatte über den Umgang mit künftigen Feiern.

Eine Auswertung der Vorfälle vom vergangenen Silvester war bereits für Anfang Januar geplant. Ziel war es zu prüfen, ob die bestehenden Maßnahmen zu einer Verringerung von Notfällen und Einsätzen beigetragen haben.

Mit der Ablehnung bleibt es in Braunschweig auch in diesem Jahr ohne neue Sicherheitszone an Silvester. Die Rettungskräfte werden unter denselben Bedingungen wie im Vorjahr arbeiten müssen. Die Grünen forderten weitere Gespräche, um die öffentlichen Sicherheitsbedenken bei künftigen Feiern zu adressieren.