03 January 2026, 02:47

Braunschweig-Wolfsburg: Droht Regionalflughäfen das finanzielle Aus durch gestrichene Fördergelder?

Eine Flughafen-Szene mit Flugzeugen, Gebäuden, Pfählen, Fahrzeugen, Bäumen und einem Himmel darüber sowie einer Straße darunter und einem Zaun im Vordergrund.

Braunschweig-Wolfsburg: Droht Regionalflughäfen das finanzielle Aus durch gestrichene Fördergelder?

Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hat die Bundesregierung scharf kritisiert, weil sie unerwartet die Förderung für die Flugsicherung an kleineren Flughäfen, darunter Braunschweig-Wolfsburg, gestrichen hat. Er warnte, dass 44 Regionalflughäfen in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten, sollte die Entscheidung bestehen bleiben. Der Schritt löst Sorgen um die Zukunft dieser Standorte aus.

Ursprünglich hatte die Bundesregierung für 2025 noch 50 Millionen Euro zur Unterstützung der Flugsicherung an kleineren Flughäfen vorgesehen. Doch diese Mittel wurden plötzlich gestrichen, was bei vielen regionalen Betreibern Unsicherheit über ihre wirtschaftliche Stabilität auslöst. Tonne argumentierte, dass die Flughäfen, wenn sie die Kosten selbst tragen müssten, um ihr Überleben bangten.

Die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH bestätigte das Problem, gab jedoch keine Details bekannt, wie sich der mögliche Wegfall der Gelder konkret auf Braunschweig auswirken oder durch welche Maßnahmen ein eventueller Fehlbetrag ausgeglichen werden könnte. Das Unternehmen verwies darauf, dass im Bundeshaushalt 2026 voraussichtlich die benötigten 50 Millionen Euro für die Flugsicherungsdienste eingeplant seien. Die endgültige Entscheidung über die Mittel liegt nun beim Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags. Die Freigabe muss bis Ende November erfolgen, bevor der Haushalt am 18. Dezember dem Bundesrat vorgelegt wird. Ein konkreter Termin für die Beschlussfassung des Ausschusses steht für Januar 2026 jedoch noch aus.

Das Ergebnis der Bundestagsentscheidung wird darüber bestimmen, ob Regionalflughäfen wie Braunschweig-Wolfsburg die dringend benötigte finanzielle Unterstützung erhalten. Ohne diese könnten die Betreiber Schwierigkeiten bekommen, die essenziellen Flugsicherungsdienste aufrechtzuerhalten. Zwar soll der Bundeshaushalt 2026 das Problem angehen – doch die endgültige Bewilligung steht noch aus.