06 May 2026, 18:20

Braunschweig plant autofreies Kreativviertel für 60 Millionen Euro im Großen Hof

Eine detaillierte Stadtkarte, die einen zentralen grünen Bereich hervorhebt, der für die geplante Entwicklung markiert ist, mit umliegenden Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant autofreies Kreativviertel für 60 Millionen Euro im Großen Hof

Braunschweigs Viertel Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel

Die Stadtverwaltung plant, das Gebiet als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Mit einem 60-Millionen-Euro-Projekt soll aus dem aktuell schwächelnden Stadtteil ein lebendiges, autofreies Kreativviertel entstehen.

Das Viertel liegt am Rande der Innenstadt, wo misslungene Architektur und brachliegende Flächen längst Handlungsdruck erzeugen. Zwei Schulschließungen und ein Überangebot an Parkplätzen haben die Notwendigkeit eines radikalen Umbaus verschärft.

Die Stadt beabsichtigt, sich um Fördermittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu bewerben und stellt dafür 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereit. Sollte der Antrag erfolgreich sein, könnte der Stadtrat bereits am kommenden Dienstag den Startschuss für die umfassende Umgestaltung geben.

Grundlage des Projekts ist der siegreiche Entwurf eines Hamburger Architekturbüros, das im Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ ausgewählt wurde. Geplant sind neue Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Räumlichkeiten für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen und kreative Unternehmen. Ergänzt wird das Angebot durch soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Gemeinschaftszentrum.

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Auch die Grünflächen sollen nachhaltig aufgewertet werden, während das Gesamtkonzept die Abhängigkeit vom Auto verringert. Die Gesamtkosten von 60 Millionen Euro werden durch Mittel der Stadt, des Landes und des Bundes gedeckt.

Die Neugestaltung könnte den Großer Hof zu einem modernen, gemischt genutzten Stadtteil transformieren. Nun kommt es auf die anstehenden Förderentscheidungen an – die Abstimmung im Stadtrat wird über die nächsten Schritte entscheiden. Bei grünem Licht könnten Bauarbeiten und Umgestaltungen in den kommenden Jahren beginnen.

Quelle