06 January 2026, 19:29

Braunschweig kämpft mit neuer Aktion gegen Einsamkeit in allen Altersgruppen

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern, die gehen, mit Bäumen, Büschen, einer Fahne, einem Gebäude mit Namensschildern, Autos und aktuellen Umfragen im Hintergrund.

Braunschweig kämpft mit neuer Aktion gegen Einsamkeit in allen Altersgruppen

Neue Initiative in Braunschweig: Gegen Einsamkeit und schwächende soziale Bindungen

Ab dem 1. November startet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Braunschweig die Aktion "Für mehr Miteinander", um der zunehmenden Vereinsamung entgegenzuwirken. Angesichts nachlassender sozialer Kontakte bietet die Kampagne praktische Hilfestellung und Dialogmöglichkeiten. Die Veranstalter warnen: Betroffen sind nicht nur ältere Mitbürger, sondern zunehmend auch junge Menschen.

Die Aktion findet von 10 bis 15 Uhr am Ritterbrunnen (Schlossvorplatz) statt. Besucher können sich an Gesprächen beteiligen, an einer Umfrage teilnehmen und einen Ratgeber mit Tipps für den Aufbau sozialer Verbindungen mitnehmen. Zudem stellt der SoVD seine zentralen politischen Forderungen vor, um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken.

Monika Henke, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Braunschweig, betonte, wie entscheidend Solidarität und Gemeinschaft seien, um den Trend umzukehren. Sie forderte die Kommunalpolitik auf, Jugendzentren und Nachbarschaftstreffs stärker zu fördern. Der Verband macht deutlich: Politiker müssten mehr tun, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Unterstützungssysteme zu sichern. Einsamkeit sei längst kein Problem nur älterer Menschen mehr – zunehmend leiden auch Kinder und Jugendliche darunter.

Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Isolation in der Stadt. Durch Informationsangebote und den Austausch will der SoVD verlorene Verbindungen wieder aufbauen. Die Ergebnisse der Aktion könnten künftige Forderungen nach politischen Änderungen und Fördermitteln für Gemeinschaftsprojekte prägen.