Berlins Clubkultur feiert mit über 100 Events ihre rebellischen Wurzeln
Margret auch SchlauchinBerlins Clubkultur feiert mit über 100 Events ihre rebellischen Wurzeln
Berlins Clubkultur steht im Oktober im Mittelpunkt – mit dem Festival Tag der Clubkultur
Vom 3. bis zum 12. Oktober feiert die Stadt mit dem Tag der Clubkultur ihre legendäre Nachtlebensszene und deren tiefe historische Verwurzelung. Organisiert von der Clubkommission Berlin umfasst das Programm über 100 Veranstaltungen – von etablierten Locations bis hin zu versteckten Alternativräumen.
Die Wurzeln des Festivals reichen bis zum Fall der Berliner Mauer zurück, als leere Gebäude im Osten zu Schauplätzen illegaler Raves wurden. Einer der ersten ikonischen Orte war der Tresor, der 1991 in einem ehemaligen Banktresor an der Leipziger Straße eröffnet wurde. Sein düster-industrielles Ambiente und der harte Techno-Sound zogen Pioniere aus Detroit an und prägten so Berlins unverwechselbaren Stil in verlassenen Bunkern und Kellern.
In diesem Jahr steht unter anderem eine Kooperation zwischen dem Club der Visionäre und dem CTM-Festival im Haus der Visionäre auf dem Programm. Eine Drag-Show im Tipsy Bear in Prenzlauer Berg unterstreicht zudem die Vielfalt der Szene. Außerdem wird Mark Reeders Dokumentarfilm B-Movie, der Berlins kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall beleuchtet, im Rahmen des Festivals gezeigt.
Doch das Event geht über Musik hinaus: Es beleuchtet auch die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Clubkultur. Weitere Infos, darunter das vollständige Programm, gibt es unter tagderclubkultur.berlin.
Der Tag der Clubkultur vereint Geschichte, Musik und Aktivismus unter einem Dach. Mit Drag-Performances, Filmvorführungen und Techno-Sets spiegelt das Festival Berlins anhaltenden Ruf als Nachtleben-Metropole wider – eine Mischung aus Nostalgie und zeitgenössischem Elan bis zum 12. Oktober.






