Berliner Polizist fälschte Sportabzeichen für Beförderung und Gehaltserhöhung
Maximilian SchönlandBerliner Polizist fälschte Sportabzeichen für Beförderung und Gehaltserhöhung
Ein Berliner Polizist muss sich wegen Urkundenfälschung vor Gericht verantworten: Er reichte ein gefälschtes Sportabzeichen ein, um eine Beförderung zu erschleichen. Gegen den Beamten laufen zudem weitere Betrugsvorwürfe, darunter falsche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben.
Im Jahr 2020 präsentierte der Mann seinen Vorgesetzten ein gefälschtes Deutsches Sportabzeichen in Gold. Auf Grundlage dieses Dokuments wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Durch die Täuschung entstanden der Polizei bis Mai 2026 voraussichtlich Kosten in Höhe von rund 11.600 Euro.
Zudem gab der Beamte zweimal vor, dienstunfähig zu sein, entzog sich so der Arbeit und verursachte der Behörde weitere Ausgaben von etwa 7.700 Euro. Die falschen Angaben verschärfen die finanziellen Folgen seines Handelns.
Die Berliner Polizei hat inzwischen disziplinarrechtliche Schritte eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft fordert die Rückzahlung von insgesamt rund 19.300 Euro – eine Summe, die sowohl das gefälschte Abzeichen als auch die vorgetäuschte Dienstunfähigkeit abdecken soll.
Vor dem Amtsgericht Tiergarten muss sich der Polizist in drei Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Bei einer Verurteilung könnte er zur vollständigen Rückerstattung verpflichtet werden. Der Fall zeigt, welche finanziellen und operativen Belastungen durch Fehlverhalten innerhalb der Behörde entstehen können.
