Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch Grünflächen geraten unter Druck
Maximilian SchönlandBerlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch Grünflächen geraten unter Druck
Berlins sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften planen bis 2030 eine massive Expansion. Damit soll die Zahl der verwalteten Wohnungen von derzeit 408.000 auf 440.000 steigen. Nach Angaben der Verantwortlichen würde dieses Wachstum rund 120.000 Bewohner:innen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum ermöglichen.
Der Schwerpunkt der Erweiterung liegt auf Neubauprojekten. Bis 2030 rechnet die Stadt mit etwa 56.000 zusätzlichen Wohnungen – ein Plus von 14 Prozent. Bis 2035 könnte die Gesamtzahl sogar auf knapp 465.000 Wohnungen anwachsen.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner schlägt zudem vor, bestehende Immobilien zu erwerben, um den Prozess zu beschleunigen. Ein weiterer Ansatz sieht vor, Teile des Tempelhofer Felds zu bebauen, einer großen Freifläche in der Stadt. Nach geltendem Recht müssen zwar 200 Hektar des Geländes als Wiesenland erhalten bleiben, doch Wegner zeigt sich offen für Bebauungen am Rand. Eine zivilgesellschaftliche Initiative schätzt, dass dort bis zu 21.400 neue Wohnungen entstehen könnten.
Die Ausweitung des öffentlichen Wohnungsbestands soll Berlins wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum decken. Durch Neubauten und mögliche Ankäufe will die Stadt in den kommenden Jahren Tausenden Menschen eine Wohnung sichern. Dabei werden auch geschützte Grünflächen wie das Tempelhofer Feld sorgfältig berücksichtigt.






