Berlin–Hamburg-Strecke nach elf Monaten Sanierung wieder frei – doch Kritik bleibt
Elsa JunckBerlin–Hamburg-Strecke nach elf Monaten Sanierung wieder frei – doch Kritik bleibt
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach einer fast elfmonatigen Großsanierung wieder in Betrieb gegangen. Die seit August 2025 laufenden Arbeiten hatten sich zu Beginn dieses Jahres durch Frostperioden verzögert. Während der Sperrung kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Personen- und Güterverkehr.
Die Bauarbeiten an der Strecke begannen zwar bereits im August 2025, mussten jedoch aufgrund der Kältewelle Anfang 2026 für etwa sechs Wochen unterbrochen werden. Während der Schließung wurden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regionalverbindungen auf verkürzten Strecken fuhren. Um den erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden, setzten die Verantwortlichen über 200 Ersatzbusse ein.
Verkehrspolitiker von SPD und CDU forderten von der Deutschen Bahn mehr Transparenz. Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) betonte, dass künftige Bauvorhaben krisenfester gestaltet werden müssten. Björn Simon, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, pochte auf verlässliche Fahrpläne und eine bessere Kommunikation bei zukünftigen Sanierungen.
Nach der langen Sperrphase ist die Strecke nun wieder voll befahrbar. Fachleute drängen weiterhin auf bessere Planung und mehr Offenheit seitens der Deutschen Bahn. Die Störungen hätten gezeigt, wie wichtig robustere Notfallkonzepte bei großen Schienenprojekten seien.
