BASF verkauft Hydrosulfit-Geschäft an Spezialisten Silox und zieht sich aus Ludwigshafen zurück
Margret auch SchlauchinBASF verkauft Hydrosulfit-Geschäft an Spezialisten Silox und zieht sich aus Ludwigshafen zurück
BASF hat sich darauf verständigt, zentrale Teile seines Hydrosulfit-Geschäfts an Silox zu verkaufen, einen Spezialisten für Reduktions- und Bleichmittel. Der Deal folgt auf die Entscheidung von BASF, die Produktion von Hydrosulfiten am Standort Ludwigshafen einzustellen. Beide Unternehmen haben nun die Vertragsbedingungen finalisiert.
Die Übernahme umfasst geistiges Eigentum, technisches Know-how sowie ausgewählte Produktionsanlagen. Silox übernimmt zudem spezielle Behälter, bestimmte Fertigungseinrichtungen und damit verbundene Markenrechte. Diese Vermögenswerte gehörten bisher zu den Hydrosulfit-Aktivitäten von BASF in Ludwigshafen, die bis 2026 vollständig eingestellt werden.
Hydrosulfite spielen in zahlreichen Branchen eine entscheidende Rolle. Sie dienen als Reduktionsmittel in der Textilfärbung sowie als Bleichzusätze in der Zellstoff- und Papierverarbeitung. Silox, mit über 70 Jahren Erfahrung, betreibt bereits Produktionsstätten in Belgien, Indien und Kanada.
Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer der Silox-Gruppe, betonte die Bedeutung des Deals. Er erklärte, dieser stärke das langfristige Engagement des Unternehmens für die Papier- und Textilbranche. Gleichzeitig verbessere der Schritt die Fähigkeit von Silox, weltweit hochwertige Hydrosulfite anzubieten.
Trotz des Auslaufens der Hydrosulfit-Produktion in Ludwigshafen wird BASF dort weiterhin andere anorganische Chemikalien herstellen. Dazu zählen Alkoholate, Sulfite und Stickstoffsalze, wodurch der Standort seine Position als wichtiger Lieferant in der Branche behält.
Die Vereinbarung erweitert die Marktpräsenz von Silox, während BASF sich auf sein verbleibendes Chemie-Portfolio konzentrieren kann. Zwar wird die Hydrosulfit-Produktion in Ludwigshafen eingestellt, doch bleibt BASF in anderen Bereichen der anorganischen Chemie ein zentraler Akteur. Silox hingegen gewinnt durch den Deal sowohl Vermögenswerte als auch Fachwissen, um seine globale Kundschaft noch besser zu bedienen.






