Baden-Württemberg rutscht in die dritte Rezession – nur 0,2 Prozent Wachstum 2023
Margret auch SchlauchinBaden-Württemberg rutscht in die dritte Rezession – nur 0,2 Prozent Wachstum 2023
Baden-Württembergs Wirtschaft wuchs 2023 nur um 0,2 Prozent – das dritte Jahr in Folge mit rückläufiger Entwicklung. Das schwache Plus blieb deutlich hinter dem Bundesschnitt zurück und katapultierte das südwestdeutsche Bundesland damit auf einen der letzten Plätze im Ländervergleich. Nur das Saarland schnitt noch schlechter ab, während Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wachstum von 1,4 Prozent die Rangliste anführte.
Die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes belief sich 2023 auf rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der deutschen Gesamtwirtschaft. Dennoch kämpften zentrale Branchen mit erheblichen Problemen. Die Industrie, die fast ein Drittel der Wertschöpfung Baden-Württembergs ausmacht, schrumpfte real um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang.
Ein leichter Anstieg von 0,4 Prozent im Dienstleistungssektor sorgte für etwas Stabilität. Doch die insgesamt schwache Entwicklung gibt Anlass zur Sorge: Anhaltende Wirtschaftsschwäche führt oft zu steigender Arbeitslosigkeit, mehr Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen.
Ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts stärkt normalerweise die Nachfrage nach Arbeitskräften, die Haushaltseinkommen und die öffentlichen Finanzen. Doch Baden-Württembergs dreijährige Rezession zeigt bisher keine Anzeichen einer kräftigen Erholung. Das Land bleibt in einer labilen wirtschaftlicher Lage, mit Industrie und Baugewerbe unter Druck. Zwar stützten die Dienstleistungen die Konjunktur leicht, doch die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob die schwächelnden Sektoren wieder an Fahrt gewinnen. Bis auf Weiteres hinkt Baden-Württemberg den meisten anderen Bundesländern hinterher.






