Autohändler warnen vor massivem Rückgang durch Elektroauto-Umstellung und fordern schnellere Förderung
Maximilian SchönlandAutohändler warnen vor massivem Rückgang durch Elektroauto-Umstellung und fordern schnellere Förderung
Burkhard Weller, Inhaber eines deutschen Autohauses, fordert klarere Regeln bei den Fördergeldern für Elektrofahrzeuge. Er verlangt eine schnellere Umsetzung, eine rückwirkende Gewährung der Förderung ab Januar sowie Unterstützung für junge Gebrauchtwagen. Seine Warnungen kommen zu einer Zeit, in der die Branche durch die Elektrifizierung und veränderte Marktanforderungen vor großen Umbrüchen steht.
Weller prognostiziert einen drastischen Rückgang der Autohauszahlen in ganz Deutschland. Noch vor den jüngsten Branchenveränderungen gab es etwa 37.000 unabhängige Autohäuser – nun rechnet er damit, dass weniger als 12.000 Standorte und nur noch 3.000 Inhaber übrig bleiben.
Der Umstieg auf Elektroautos verringert zudem die Nachfrage nach klassischen Dienstleistungen. Weller warnt, dass der Aftersales-Bereich und Werkstattarbeiten ohne Gegenmaßnahmen stark schrumpfen werden. Die Branche steuere auf eine Krise zu, wenn die Händler nicht handelten.
Als Präsident des Verbandes der Automobilhändler (VAD) setzt sich Weller für eine stärkere politische Vertretung der Branche ein. Er ist überzeugt, dass Politiker besser reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen – statt über Mittelsmänner. Der VAD will die Interessen der Händler in künftigen Diskussionen wirksamer vertreten.
Weller fordert unter anderem sofortige Reformen bei den Subventionen sowie Unterstützung für gebrauchte Elektroautos. Ohne Änderungen sieht er eine weitere Abnahme der Autohäuser, weniger Serviceaufträge und einen schwächelnden Aftersales-Markt voraus. Der VAD drängt weiterhin auf politische Lösungen, die diese Herausforderungen direkt angehen.






