11 May 2026, 02:21

Ärzte fordern schärfere Alkoholregeln für Jugendliche und Supermärkte

Schilder am Straßenrand mit der Aufschrift "Alkoholkonsum ist untersagt" und "Rauchen verboten" mit Bäumen und Gras im Hintergrund.

Ärzte fordern schärfere Alkoholregeln für Jugendliche und Supermärkte

Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg setzt sich für strengere Regeln beim Alkoholverkauf in Deutschland ein. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, den Verkauf hochprozentiger Getränke einzuschränken und Ausnahmen für den Alkoholkonsum Minderjähriger abzuschaffen. Die Vereinigung argumentiert, dass schärfere Kontrollen Jugendliche besser vor langfristigen Schäden schützen würden.

Nach den neuen Plänen dürften Supermärkte, Tankstellen und Kioske keinen Branntwein mehr anbieten. Stattdessen sollten nur lizenzierte Fachhändler hochprozentige Alkoholika verkaufen. Die Vereinigung geht davon aus, dass diese Änderung es Jugendlichen erschweren würde, an starke alkoholische Getränke zu gelangen.

Zudem unterstützt die Gruppe die Abschaffung der aktuellen Regelung, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, in Begleitung der Eltern Bier, Wein oder Sekt zu trinken. Delegierte verwiesen auf internationale Studien, die belegen, dass strengere Altersgrenzen und Verkaufsbeschränkungen den Alkoholkonsum bei Jugendlichen deutlich reduzieren. Sie warnten, dass früher Alkoholkonsum das Risiko für Suchterkrankungen und dauerhafte Gesundheitsschäden erhöht.

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Die Vorschläge decken sich mit den Plänen des Bundesfamilienministeriums, das „begleitetes Trinken“ für Jugendliche abschaffen will. Die Kassenärztliche Vereinigung hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Alkohol zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland zählt, und dringt auf Maßnahmen zur Schadensbegrenzung.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, entfiele eine zentrale Ausnahme für den Alkoholkonsum Minderjähriger, und der Verkauf von Spirituosen würde auf spezielle Verkaufsstellen beschränkt. Der Vorstoß der Vereinigung folgt wachsender Sorge um die gesundheitlichen Folgen von Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Nun wartet man auf eine Reaktion der Politik zu den vorgeschlagenen Änderungen.

Quelle