29 March 2026, 18:26

Apothekerin verliert 25.000 Euro durch gefälschte Merck-Rechnungen nach Cyberangriff

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Nebenkosten in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte Dollar kosten können.

Apothekerin verliert 25.000 Euro durch gefälschte Merck-Rechnungen nach Cyberangriff

Eine deutsche Apothekeninhaberin steht vor finanziellen Verlusten, nachdem sie Opfer gefälschter Rechnungen wurde, die mit Cyberangriffen auf die Systeme von Merck in Verbindung stehen. Carolin Schleußinger, die die Marien-Apotheke in Roding leitet, behauptet, sie müsse aufgrund betrügerischer Abrechnungen möglicherweise 25.000 Euro doppelt zahlen. Der Fall wirft ein größeres Problem auf, von dem Apotheken betroffen sind, die täuschend echte Rechnungen per E-Mail erhalten.

Im vergangenen Jahr meldeten Apotheken in ganz Deutschland einen Anstieg verdächtiger E-Mails, die angeblich von Merck stammten. Diese Nachrichten enthielten manipulierte Bankverbindungen und verleiteten die Empfänger dazu, Zahlungen an Betrüger zu überweisen. Merck bestätigte später, dass Cyberkriminelle gezielt die IT-Systeme von Rechnungsempfängern – insbesondere Apotheken – angegriffen hatten.

Carolin Schleußinger erhielt eine solche Rechnung, auf der ein neues Konto in Spanien angegeben war. Sie überprüfte die Angaben, erkannte jedoch nicht, dass es sich um eine Fälschung handelte. Nach der Zahlung forderte Merck eine zweite Überweisung und bestand darauf, dass die erste an Kriminelle gegangen sei. Das Unternehmen riet ihr, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und die E-Mails zur Untersuchung weiterzuleiten.

Schleußinger hat inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet, eine Strafanzeige erstattet und einen Anwalt konsultiert. Sie argumentiert, dass die Systeme von Merck kompromittiert worden seien, nicht ihre Apotheke, und kritisiert das Unternehmen für mangelnde Transparenz. Merck hat unterdessen auf der Startseite seines Online-Shops eine Warnung veröffentlicht und Kunden aufgefordert, die Bankverbindungen auf Rechnungen genau zu prüfen.

Aus öffentlichen Unterlagen geht hervor, dass mindestens ein weiterer Apothekeninhaber in Deutschland aufgrund ähnlicher Betrugsfälle bereits 25.000 Euro doppelt gezahlt hat.

Der Vorfall bringt Schleußinger in mögliche finanzielle Bedrängnis, ohne dass eine Rückerstattung der verlorenen Gelder garantiert ist. Merck warnt weiterhin vor den anhaltenden Cybergefahren und ermittelt in den Angriffen. Apotheken bleiben wachsam, während Betrüger Schwachstellen bei der Rechnungsprüfung ausnutzen.

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