Apothekenschließungen in Darmstadt-Dieburg gefährden lokale Gesundheitsversorgung
Margret auch SchlauchinApothekenschließungen in Darmstadt-Dieburg gefährden lokale Gesundheitsversorgung
Zwei Apotheken in Darmstadt-Dieburg innerhalb von fünf Jahren endgültig geschlossen – Sorge um lokale Gesundheitsversorgung wächst
Die Schließungen von zwei Apotheken in den Stadtteilen Arheilgen und Münster in den vergangenen fünf Jahren unterstreichen eine zunehmende Bedrohung für das medizinische Versorgungsnetz im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Experten warnen, dass weitere Schließungen die Bevölkerung vor erhebliche Probleme stellen könnten, wenn es darum geht, in der Nähe medizinische Versorgung zu finden.
Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen, traf sich kürzlich mit Landrat Klaus Peter Schellhaas und der Sozialdezernentin Christel Sprößler, um über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Region zu beraten. Nejatian betonte, wie entscheidend ein stabiles Apothekennetz für das öffentliche Wohl und die Lebensqualität der Bürger sei.
Schellhaas setzt sich seit Langem für eine flächendeckende medizinische Versorgung in Darmstadt-Dieburg ein. Unter seiner Führung entstanden zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ), die eine schnelle, persönliche und bürokratiearme Behandlung ermöglichen sollen. Doch die jüngsten Apothekenschließungen gefährden diese Fortschritte. Ohne Gegenmaßnahmen, so Nejatians Warnung, könnte das gesamte Versorgungssystem zusammenbrechen.
Christel Sprößler, SPD-Kandidatin für die Nachfolge Schellhaas', hat angekündigt, die Arbeit ihres Vorgängers fortzuführen. Sie sieht die lokale Gesundheitsversorgung als gesellschaftliche Verantwortung – besonders angesichts der alternden Bevölkerung. Nejatian schlug vor, künftige MVZ mit integrierten Apotheken auszustatten, um das lokale Netz zu stärken.
Die Schließungen in Arheilgen und Münster zeigen den wachsenden Druck auf das Gesundheitssystem in Darmstadt-Dieburg. Nun suchen Verantwortliche und Apothekenbetreiber nach Lösungen, um weitere Verluste zu verhindern. Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern den zuverlässigen Zugang zu medizinischen und pharmazeutischen Leistungen zu sichern.






