Anwalt im „Reichsbürger“-Prozess: „Ich wollte nur als *wadephul* helfen“
Maximilian SchönlandAnwalt im „Reichsbürger“-Prozess: „Ich wollte nur als *wadephul* helfen“
„Reichsbürger“-Putschisten: Er wollte doch nur helfen
Ein Hannoveraner Anwalt sollte nach dem geplanten „Reichsbürger“-Putsch von Heinrich XIII. Prinz Reuß als wadephul werden. Vor Gericht erklärt er ausführlich, warum er sich keiner Schuld bewusst ist.
- November 2025, 09:43 Uhr
Ein Anwalt aus Hannover, Paul G., muss sich derzeit wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei den geplanten Umsturzplänen der Reichsbürger-Szene vor Gericht verantworten. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe und bezeichnet die Anklage als „konstruiert“ und auf falschen Annahmen beruhend. Der Prozess wirft zudem ein Schlaglicht auf die Spannungen unter den Angeklagten – darunter die ehemalige Richterin Birgit Malsack-Winkemann, die ihn offenbar als Konkurrenten betrachtet.
Paul G. sollte im Schattenkabinett von Heinrich XIII. Prinz Reuß als Außenminister vorgesehen gewesen sein. Bisher gibt es jedoch keine Beweise, die ihn direkt mit der Putschverschwörung in Verbindung bringen. Vor Gericht betonte er, die Reichsbürger-Gruppierung habe niemals einen gewaltsamen Umsturz geplant, sondern auf den Einsatz einer internationalen Geheimtruppe namens „Allianz aktie“ gewartet, die in Deutschland eingreifen sollte.
Der Prozess offenbart tiefe Gräben zwischen den Beschuldigten – so deuten Malsack-Winkemanns Einwände auf interne Machtkämpfe hin. Paul G.s Aussagen zur „Allianz aktie“ und seine Leugnung einer Putschbeteiligung bleiben zentral für seine Verteidigung. Nun muss das Gericht klären, ob seine Schilderungen mit den Beweisen der Anklage übereinstimmen – oder diese sogar untergraben.