30 April 2026, 18:24

AfD-Veranstaltung in Lengede löst Drohungen und Proteste aus – trotz Neutralitätsbeteuerungen

Eine Gruppe von Menschen demonstriert vor einem Gebäude in Deutschland, hält Schilder und Plakate hoch, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

AfD-Veranstaltung in Lengede löst Drohungen und Proteste aus – trotz Neutralitätsbeteuerungen

Am 8. Mai findet im Landhaus Lengede im Landkreis Peine eine öffentliche Veranstaltung der AfD-Fraktion statt. Die Zusammenkunft sorgt bereits im Vorfeld für Kontroversen – der Veranstaltungsort sieht sich mit Drohungen und Absagen konfrontiert, vor allem wegen der geladenen Gäste. Unter den Teilnehmenden werden drei AfD-Bundestagsabgeordnete sein, darunter Maximilian Krah, gegen den derzeit wegen des Verdachts auf Bestechung und Geldwäsche ermittelt wird.

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Die Veranstaltung ist Teil der Bürgerdialog-Reihe der AfD, die regelmäßig Proteste auf sich zieht. Ende April hatten sich in Melle, Niedersachsen, rund 1.200 Menschen gegen ein ähnliches AfD-Treffen demonstriert. Diesmal gerät das Landhaus Lengede unter Druck, weil es der Partei die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Das Haus verteidigt seine Entscheidung und betont, es trete als "neutraler Gastgeber" auf und heiße alle Gruppen unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung willkommen. Man distanziere sich ausdrücklich von den Ansichten der Kunden oder Gäste, so die Einrichtung. Dennoch habe die öffentliche Kritik bereits zu Feindseligkeiten gegenüber dem Betrieb und seinen Mitarbeitenden geführt.

Zu den geplanten Rednerinnen und Rednern zählt Angela Rudzka, AfD-Bundestagsabgeordnete und aktuelle Kandidatin für das Amt der Landrätin in Peine. Maximilian Krah, ein weiterer prominenter Teilnehmer, bleibt eine polarisierende Figur – nicht zuletzt wegen der laufenden juristischen Ermittlungen gegen ihn.

Trotz des Widerstands wird die Veranstaltung stattfinden. Das Landhaus Lengede hält an seiner Haltung der politischen Neutralität fest. Proteste und öffentliche Empörung sind bei AfD-Veranstaltungen mittlerweile fast schon zur Regel geworden und spiegeln die anhaltenden gesellschaftlichen Spannungen wider. Die Entscheidung, das Treffen auszurichten, hat für den Veranstaltungsort bereits spürbare Konsequenzen – sowohl für den Betrieb als auch für die Beschäftigten.

Quelle