27 June 2026, 12:14

AfD polarisiert: Einfluss auf Schulen und junge Wähler in Berlin

Schulveranstaltungen zur Wahl

AfD polarisiert: Einfluss auf Schulen und junge Wähler in Berlin

Die AfD ist zu einer prägenden, aber umstrittenen Kraft im Berliner Politikbetrieb geworden. Als zweitstärkste Fraktion im Abgeordnetenhaus verfügt sie über beträchtlichen Einfluss und liegt in Umfragen bei 18 Prozent. Ihre Einstufung als rechtsextrem und die spaltende Rhetorik haben eine Debatte über ihre Rolle in der öffentlichen Diskussion ausgelöst – insbesondere an Schulen.

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Seit ihrem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus 2016 beziehen AfD-Abgeordnete ein Monatsgehalt von 8.161 Euro sowie eine Aufwandsentschädigung von 3.000 Euro. Die Partei verbreitet regelmäßig feindselige Botschaften gegen Migrant:innen, queere Menschen und Frauen, die ihre Ideologie infrage stellen.

Besonders gezielt spricht die AfD junge Zielgruppen an – mit Parolen wie „Echte Männer sind rechts“, die auf Plattformen wie TikTok Verbreitung finden. Schulen reagieren darauf, indem sie die Partei von Podiumsdiskussionen ausschließen, mit der Begründung, ihre Positionen stünden im Widerspruch zu pädagogischen Werten. Rechtliche Bestimmungen erlauben solche Ausschlüsse, wenn Aussagen oder Handlungen eines Politikers den Bildungsauftrag einer Schule untergraben.

Kritiker:innen warnen, dass ein Ausschluss der AfD von solchen Veranstaltungen den gegenteiligen Effekt haben könnte – und ihre Anziehungskraft auf Schüler:innen sogar noch steigert. Dennoch bestehen viele Pädagog:innen darauf, dass es unverantwortlich sei, die Partei zu Schulveranstaltungen einzuladen, da ihre Rhetorik genau die Schüler:innen angreift, die sie zu erreichen versucht.

Die AfD bleibt eine polarisierende Kraft in Berlins Politik und Klassenzimmern. Ihr Ausschluss von Schulveranstaltungen spiegelt die Sorge um ihren Einfluss auf junge Menschen wider. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz von Schüler:innen vor schädlichen Ideologien.

Quelle