Ace of Base: Vom Welterfolg zur inneren Zerrissenheit der Pop-Ikonen
Elsa JunckZwei ungleiche Schwestern. Und die Falsche will kein Popstar mehr sein - Ace of Base: Vom Welterfolg zur inneren Zerrissenheit der Pop-Ikonen
Ace of Base eroberte 1993 mit ihrem Debütalbum 'Happy Nation' weltweiten Ruhm und avancierte zu einem der meistverkauften Erstlingswerke aller Zeiten. Die schwedische Popgruppe, bestehend aus den Geschwistern Malin, Jonas und Jenny Berggren sowie ihrem Freund Ulf Ekberg, dominierte mit Hits wie 'All That She Wants' die Charts. Doch hinter dem Erfolg verbargen sich bald Spannungen und innere Kämpfe.
Das Plattenlabel der Band drängte auf ein Image, das an ABBA erinnerte, und positionierte Malin – mit ihrem markanten blonden Aussehen – als Frontsängerin. Diese Entscheidung sorgte früh für Konflikte, da Jenny trotz ihres Gesangstalents in den Hintergrund gedrängt wurde. Malin, die sich im Rampenlicht unwohl fühlte, litt zudem unter Flugangst und dem Druck, das Gesicht der Gruppe zu sein.
1998 zog sich Malin schließlich aus ihrer Rolle zurück, und Jenny übernahm die Position der Frontfrau. Doch auch sie gab später zu, sich in der Musikbranche nie vollständig akzeptiert gefühlt zu haben. Beide Schwestern empfanden es zudem als ungerecht, weniger zu verdienen als ihre männlichen Bandkollegen Jonas und Ulf – obwohl sie als die öffentlichen Gesichter von Ace of Base galten. Heute tritt Jenny weiterhin mit den Klassikern der Band auf, neben ihrer Solokarriere unter dem Künstlernamen 'Jenny from Ace of Base'.
Die komplexe Geschichte der Gruppe wird nun in der Dokumentation 'Ace of Base: All That She Wants' beleuchtet, die am 24. November auf Viaplay Deutschland Premiere feiert.
Der Film wirft einen Blick auf den meteorhaften Aufstieg der Band und die persönlichen Krisen, die folgten. Während die Musik von Ace of Base bis heute ikonisch ist, zeigt die Dokumentation die Schattenseiten ihres Pop-Erfolgs. Fans können die ungeschönte Geschichte ab Ende dieses Monats im Film erleben.