31 December 2025, 14:55

A39-Ausbau zwischen Lüneburg und Wolfsburg bleibt ungewiss – Baubeginn frühestens 2025

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einer Präsentationsfolie.

A39-Ausbau zwischen Lüneburg und Wolfsburg bleibt ungewiss – Baubeginn frühestens 2025

Der Ausbau der Autobahn A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg bleibt ein umstrittenes Projekt ohne festen Fertigstellungstermin. Die Autobahn GmbH hat zwar einen möglichen Zeitrahmen zwischen 2027 und 2030 skizziert, doch anhaltende Rechtsstreitigkeiten und Finanzierungsverzögerungen sorgen weiterhin für Unsicherheit. Während lokale Unternehmen und Anwohner die Pläne unterstützen, lehnen Umweltschutzverbände sie vehement ab.

Die Bundesregierung hatte die Mittel für den A39-Ausbau zunächst aus dem Haushalt 2026 gestrichen. Nach massivem Druck regionaler Akteure wurde diese Entscheidung jedoch rückgängig gemacht. Der Bundestag soll noch in diesem Monat über den aktualisierten Haushalt – inklusive der A39-Finanzierung – abstimmen.

Die für das Projekt zuständige Autobahn GmbH vermeidet es, einen verbindlichen Zeitplan zu nennen, da noch laufende und anstehende Klagen die Planung erschweren. Mit dem Baubeginn für die Abschnitte 2 und 3 wird 2025 gerechnet, Abschnitt 5 soll 2026 folgen. Abschnitt 6 könnte frühestens 2027 starten – vorausgesetzt, eine Entscheidung fällt 2025 und weitere juristische Hürden werden genommen. Abschnitt 7 jedoch steht vor dem größten Hindernis: Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2019 erklärte die Genehmigung wegen Rechtsfehlern für ungültig. Hier können keine Arbeiten beginnen, bis das Gericht über die aktuelle Klage entschieden hat.

Befürworter des Projekts, darunter Wirtschaftsverbände und Anwohner entlang der überlasteten Bundesstraße B4, argumentieren, die neue Autobahn werde die Verkehrsbelastung verringern. Umweltschützer hingegen kämpfen weiterhin aus ökologischen Gründen gegen den Ausbau. Der erste Spatenstich für die nördlichen Abschnitte könnte 2025 erfolgen – ein konkretes Datum steht jedoch noch nicht fest.

Der A39-Ausbau bleibt damit in der Schwebe, während juristische Auseinandersetzungen und Finanzierungsfragen über seine Zukunft entscheiden. Falls grünes Licht erteilt wird, könnte der Bau ab 2025 schrittweise beginnen – doch das Schicksal von Abschnitt 7 hängt vom Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ab. Selbst wenn das Projekt vorankommt, ist eine Fertigstellung vor 2027 kaum realistisch.