250-Kilo-Fliegerbombe in Dresden entschärft – Evakuierung von 18.000 Menschen
Janos PieperZweiter Weltkrieg: Bombe in Dresden entschärft - Zünder vor Ort detoniert - 250-Kilo-Fliegerbombe in Dresden entschärft – Evakuierung von 18.000 Menschen
Bei Bauarbeiten an der eingestürzten Carolabrücke im Dresdner Stadtzentrum wurde eine nicht explodierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Fund erfolgte im Rahmen einer routinemäßigen Munitionsüberprüfung und löste eine großangelegte Evakuierung sowie eine Bombenräumung aus.
Die 250 Kilogramm schwere Bombe war mit einem einzigen Zünder ausgestattet – anders als viele Kriegsbomben, die zur höheren Treffergenauigkeit oft zwei Zünder besaßen. Allerdings war dieser Zünder beim ursprünglichen Abwurf schwer beschädigt worden, sodass eine manuelle Entschärfung zu riskant gewesen wäre. Um die Gefahr zu bannen, entfernte das Räumkommando den Zünder sowie den Bombenboden mit einem Hochdruck-Wasserstrahlschneider.
Wäre dieses Verfahren gescheitert, hätte das Team keine andere Wahl gehabt, als die Bombe vor Ort zu sprengen. Eine solche Detonation hätte in der Umgebung verheerende Schäden angerichtet. Stattdessen wurde der Zünder kontrolliert an Ort und Stelle vernichtet, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb.
Die Polizei richtete eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern ein, wodurch rund 18.000 Anwohner evakuiert werden mussten. Die gesamte Aktion dauerte zwei Stunden, bevor die Behörden Entwarnung geben konnten.
Der Zünder der Bombe wurde ohne größere Zwischenfälle unschädlich gemacht. Nach Aufhebung der Sperrzone durften die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Ob es in Dresden weitere Suchaktionen gibt, wurde offiziell nicht bestätigt.






